Neue Motive aus Rudkøbing (Langeland/DK)

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Korkmotive indoor in Rudkøbing mit Korkmännchenkalender 2018

Jan Oskar ist vom dänischen Festland von Odense nach Rudkøbing auf Langeland gezogen. Das hat einiges bei der Gestaltung seiner Korkfiguren verändert. Allein schon die Vogelwelt ist um viele wunderbare Motive erweitert worden. Langeland ist ja eine Insel; vielleicht deshalb bereichern nun auch diverse Nixen vorerst die Regalbretter.

Darüber hinaus kommen – typisch Langeland – viele Insektenflieger dazu, typisch nordisch auch eine neue Vielfalt von Rentieren und nicht ganz so typisch dänisch: Jan Oskar greift das alte Motiv der Pinguine in neuen Installationen wieder auf.
Jan Oskar hat im letzten Jahr zu verschiedenen Zeiten eine Reihe von Fotos geschickt, die ich in einer Diashow zusammen vorstellen möchte. Wie immer bei Jan Oskar eine wunderbar farbige Welt des Korks:


1000 Alte Wilde Korkmännchen

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Blumenwerfer à la Banksy
… zur Feier des tausendsten Alte Wilde Korkmännchen

Zum Jahreswechsel 2012/13 wurde das erste Alte Wilde Korkmännchen geklebt. Vor der Tür gleich an der Ecke mit einem Stuhl und verschämt am frühen Morgen, noch halb in der Nacht. Anonym, ohne wirklichen Hinweis auf den Urheber, allein Josef Foos wusste Bescheid, denn er bekam eine Karte zum neuen Jahr und er ermutigte gleich doch mehr und weiter zu machen.

Alte Wilde Korkmännchen 001
Das Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 001 in Berlin-Friedenau

Nach fast sechs Jahren noch vor der Jahreswende 2018/19 gehen die Alte Wilde Korkmännchen nun in das zweite Tausend. Längst wird nicht mehr im geheimen geklebt. Wer will kennt den Urheber; im Rahmen der Südwestpassage Kultour gab es im Oktober 2018 eine Ausstellung. In der Ausstellung war schon einer der Blumenwerfer zu sehen, von denen dann am exponierten Ort in Berlin-Mitte an der Spree im Nikolaiviertel zwei gesetzt wurden.

Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1000
Das Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1000 in Berlin-Mitte
(Foto: Korkbotschafter)
Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1000 am Spreeufer
Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1000 am Spreeufer
mit der aus dem Jahr 1979 stammenden Beschriftung Stadt des Friedens
Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1001
Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1001 (Foto: Korkbotschafter)

Die ersten tausend Alte Wilde Korkmännchen sind in Flickr eingestellt. Dort lassen sich u.a. Straßennamen gezielt suchen. Die Korkmännchen nach dem tausendsten finden sich auf Instagram.

Korkmännchen in Coesfeld

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Artikel in Allgemeine Zeitung aus Coesfeld vom 31.12.2018
"Spaß für Klebenden und Sehenden"
AZ 31.12.18 – Interview mit Alte Wilde Korkmännchen

COESFELD. Die Korkmännchen haben Coesfeld erobert. Immer mehr der kleinen Figuren, ob mit oder ohne Botschaft, erfreuen Einwohner und Besucher, die sich etwas Zeit nehmen, die Stadt genauer zu betrachten. Ob an oder in Kirchen, neben Bäckereien, in der Innenstadt oder in Wohngebieten – es gibt sie überall. Auch wenn die Coesfelder Korkmännchen-Väter und -Mütter weiter im Verborgenen wirken wollen, so hat Redaktionsmitglied Jessica Demmer mit einem der Gründungsväter der Bewegung in Berlin sprechen können.

Wolfgang, wann und warum hast du mit den Korkmännchen angefangen?
Wolfgang: Josef (Anm.d.Red.: Berliner Yoga- Trainer Josef Foos, s. Infokasten) hat 2009 damit angefangen. Ich habe einen seiner ersten „Street-Yogis“ gesehen und war hin und weg, habe aber selber erst 2012/13 angefangen.

Worum geht es bei den Korkmännchen genau?
Wolfgang: Das Besondere ist, dass obwohl sie im öffentlichen Raum stehen, sie für die meisten Menschen unsichtbar sind. Wenn sich dem Betrachter ein Korkmännchen zeigt, möchte er Freude und Glück bringen. Spaß für den Klebenden und den Sehenden ist das eine, das andere sind zu bestimmten Zeiten und zu bestimmten Themen auch Botschaften, bei mir zum Beispiel „#FreeDeniz“. Und dann – nicht zu unterschätzen – gibt es dieses „niedrigschwellige Widerständige“, das sich in der Rückeroberung des öffentlichen Raums zeigt.

Wie entstehen die Ideen zu den einzelnen Korkmännchen?
Wolfgang: Ich bin eigentlich der „Purist“ unter den Korkmännchen-Machern. Keine Farbe, wenig Accessoires. Andere sind da viel innovativer, Josef erfindet sich alle paar Monate neu.

Wie entscheidest du über die Orte, an denen du sie platzierst?
Wolfgang: Hoch genug, aber erreichbar, manchmal entscheide ich nach ‘schönen’ Straßennamen, manchmal an exponierter Stellung, manchmal in Stadtteilen.

Platzierst du sie bewusst, wenn dich niemand sieht, oder kommst du auch mal mit den Menschen ins Gespräch?
Wolfgang: In Berlin macht man das tagsüber, und es bemerkt kaum jemand, dass man da gerade etwas setzt.

Korkmännchensetzer in der Sonnenallee (Foto: Gudrun Borsdorff)
Korkmännchensetzer in der Sonnenallee (Foto: Gudrun Borsdorff)

Du stehst jetzt kurz vor dem 1000. Männchen. Wie viel Zeit investierst du dafür?
Wolfgang: Es „kostet Zeit“, aber das ist nicht wichtig. Im Winter anders als im Sommer. Während eines Fußballspiels im Fernsehen lässt sich schon etwas basteln oder beim Musik- oder Radiohören.

Woher kommen die ganzen Korken?
Wolfgang: Wenn Freunde wissen, dass man das macht, wird man überhäuft. Die Weinhändler liefern liebend gern. Es ist keine Not.

Stehst du in Kontakt mit anderen Korkmännchen-Bastlern? Gibt es da eine verschworene Gemeinschaft?
Wolfgang: Ich habe im Herbst eine Ausstellung hier in Berlin-Friedenau gemacht, im Rahmen der ‘Südwestpassage Kultour’ und dazu alle mir bekannten Streetartisten eingeladen, mir Figuren bereitzustellen. Wir waren fünf Berliner und vier Nicht-Berliner (aus Deutschland und Dänemark).

Was sagst du dazu, dass der Trend nun auch nach Coesfeld gekommen ist? Verfolgst du den Trend in anderen Städten?
Wolfgang: Ich bzw. wir finden das großartig, denn Korkmännchen sind ein offenes Projekt. Ich versuche, mich im Netz kundig zu machen.

Hast du schon über ein Ende deines Wirkens nachgedacht, oder wirst du weitermachen?
Wolfgang: Es gibt noch viel zu tun.

Nachtrag im Januar:
Coesfeld ist offenbar ein außerordentlich kreatives Pflaster. Auf der Straße sind schon Dutzende Figuren aufgetaucht und das Indoorpotenzial lässt noch einiges für die Straße erwarten – Korkfiguren, die von „Josef “ gemailt wurden.

Korkmännchen Kalender 2019

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Schon für die Jahre 2016, 2017 und 2018 hat das Digital-Druck-Zentrum Berlin (www.ddz-berlin.de) einen Tischkalender mit Street-Yogis und Alte Wilde Korkmännchen für seine Kunden produziert.

Jetzt ist der neue Kalender für das Jahr 2019 fertig geworden. Das ddz-berlin hat den Kalender zusammen mit Gudrun Borsdorff (Gudrun auf Facebook, sie hat die Fotos gemacht) und Alte Wilde Korkmännchen konzipiert. Einen Eindruck vom Kalender liefert die Diashow der Kalenderseiten:

Die Rückseite zeigt das jeweilige Straßenschild mit dem Street-Yogi oder dem Alte Wilde Korkmännchen. Der Kalender hat DIN-A4-Breite (21 cm) und ist etwa 10 cm hoch.

In begrenztem Umfang ist der Bezug des Kalender gegen eine Schutzgebühr von 6 € (+ evtl. 1,50 € Porto) möglich. Übrigens ein ideales Mitbringsel in den letzten Monaten des Jahres. Wer Interesse daran hat, schreibt eine Mail mit seinen Postangaben an Kalender@Korkmaennchen.de .

Die Diashows der Kalenderblätter der Vorjahre sind im Beitrag Korkmännchen Kalender 2017 bzw. Korkmännchen Kalender 2018 zu sehen.

Korkmännchen-Summit

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Südwestpassage Kultour
Berlin-Friedenau
13. und 14. Oktober

Programmheft 2018

Südwestpassage Kultour – das ist seit elf Jahren die Kunstsause in Friedenau, wie sie anderswo in Berlin auch stattfindet. Nur ist in Friedenau alles ein wenig konzentrierter. Die ortsansässigen Kunstschaffenden öffnen für ein Wochenende ihre Ateliers oder auch Wohnungen und stellen ihre Arbeiten vor. Dabei sind Fotografen und Maler, Bildende Künstler und Musikinstrumentemacher, Restaurateure, Das Kleine Theater, Lichtinstallateure u.v.a.m.

Kunst im öffentlichen Raum war bisher nicht der Schwerpunkt. Im letzten Jahr war allerdings schon das Social Knit Work Berlin dabei, das sich in diesem Jahr mit dem Einstricken der 900 Streben der Friedenauer Brücke hervortut.

 

Erstmalig dabei ist dieses Jahr das Alte Wilde Korkmännchen. Es wird gezeigt, wie die Korkmännchen entstehen; die Besucher dürfen selber basteln; jede Menge Fotos vor allem von Gudrun Borsdorff (Korkbotschafter) werden als Diashows ständig laufen; die Fragen nach dem Wie? Warum? Wo? können gestellt werden und werden beantwortet.

Aber um zu zeigen, dass Korkmännchen oder Yogis – wie sie bei Josef Foos heißen – nicht nur auf die eine Art und Weise gemacht werden können, sondern dass das Material eine große Vielfalt ermöglicht, sind eine Reihe von Streetartisten eingeladen worden und haben ihre Figuren beigebracht. Jede und jeder hat ihren eigenen Stil, der sich nicht nur in der Materialhandhabung zeigt sondern auch darin, ob und welche inhaltlichen Kontexte für die Figuren gesucht werden.

Herausgekommen ist ein kleiner Korkmännchen-Summit mit Alte Wilde Korkmännchen (Wolfgang Pohl – Berlin) • Einfach Blos (Benjamin Curti – Lüdenscheid) • Fantomas (N.N. – Münster) • FC Union-Yogis (Ingo Lange – Berlin) • Jens Sterzcyk (Berlin) • Joy Fox (Josef Foos – Berlin) • Kneisterfink (N. N. – Münster) • Korkfiluren (Jan Oskar Andersen – Dänemark) • Korkbotschafter (Gudrun Borsdorff – Berlin) …
… und Andrea Künstle hat noch Poster über die irren Quadrocopter-Flüge des 500. Alte Wilde Korkmännchen und über die Reise eines Alte Wilde Korkmännchen nach Kambodscha beigesteuert, das dort für Spenden für das Wasserprojekt WASH animiert hat.

Einblicke in die Vorbereitung der Ausstellung:

Kork (Männchen und Weibchen) auf Färöer und anderswo

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Figuren von Kneisterfink grüßen die Menschen auf Färöer und verknüpfen sich mit geschwungenen Botschaften mit den Sagen der Inselwelt. Der König von Gasadalur, die Trulla und die Fischerin sind aber keineswegs die einzigen Korkmännchen oder -weibchen, die es in andere Länder gezogen hat. Eine kleine, mir bekannte Auswahl hat den Weg nach Italien und Dänemark gefunden. Afrikanischen Boden haben Alte Wilde Korkmännchen in Mali betreten. Ja sogar bei unseren Antipoden in Neuseeland sind schon FC Union-Yogis gesichtet worden. Und, natürlich in Washington D.C. ist Kork auch vertreten.

Färöer

Italien

Dänemark

Mali

Neuseeland

Kambodscha

USA

 

 

Washington D.C.

von Ro2dabear

Kork ist nicht Einfalt, sondern Vielfalt

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Auf der überarbeiteten Seite Inspiration sind einige Beispiele zusammengetragen, wie stilistisch und thematisch vielfältig sich Korkfiguren gestalten lassen (Köche, Pfarrer, Tiere, Sport und vieles anderes mehr). Die Seite kann gar nicht die Spannbreite der möglichen Korkfiguren wiedergeben, sondern soll vielmehr dazu anregen, selbst Korkfiguren – ob Korkmännchen oder Korkmädchen – zu entwerfen und zu basteln. Und vielleicht mag ja auch der eine oder die andere seine Figuren nach dem Basteln als Bereicherung dem öffentlichen Raum anvertrauen. Da gilt: Reclaim Your City!
In diesem Jahr werde ich (Alte Wilde Korkmännchen) mich an der Friedenauer Südwestpassage Kultour in Berlin beteiligen. Die Künstler aus dem Kiez stellen am Wochenende vom 13. und 14. Oktober in ihren Wohnungen und Ateliers ihre Werke aus. Beim Alte Wilde Korkmännchen werden Fotos von Gudrun Borsdorff ausgestellt, die nun wohl schon weit über 2000 Korkmännchen und Streetyogis fotografiert hat. Es werden die vom Aussehen eher puristischen Alte Wilde Korkmännchen gebastelt. Und als weiteres Highlight wird es eine Ausstellung von diversen Streetartisten geben, die Korkfiguren basteln – aus Berlin und anderen Städten. Auf dem Foto oben sind einige Figuren von Kork Filuren, Korkbotschafter, Joy Fox, Jens Sterzcyk und Alte Wilde Korkmännchen zu sehen. Die Nachfrage bei anderen Streetartisten und deren Zusage lässt auf weitere Figuren hoffen.

Alte Wilde Korkmännchen (Wolfgang Pohl – Berlin) • Benjamin Curti (Lüdenscheid) • Fantomas (N.N. – Münster) • FC Union-Yogis (Ingo Lange – Berlin) • Jens Sterzcyk (Berlin) • Joy Fox (Josef Foos – Berlin) • Kneisterfink (N. N. – Münster) • Kork Filuren (Jan Oskar Andersen – DK Odense) • Korkbotschafter (Gudrun Borsdorff – Berlin)

Und wer nun auf die Idee gekommen ist, die Ausstellung mit eigenen Figuren zu bereichern, der ist herzlich aufgefordert sich mit mir in Verbindung zu setzen (Mail @ korkmaennchen.de)

#FreeDeniz – „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“ – 365 Tage in Haft und noch kein Ende – 16.2.2018 FREI tag

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Deniz Yücel ist seit einem Jahr in türkischer Haft. Eigentlich muss man sagen, er ist der persönliche Häftling von Recep Tayyip Erdoğan, nachdem der im April 2017 zur Frage einer Auslieferung von Deniz Yücel erklärt hat: „Auf keinen Fall. Solange ich in diesem Amt bin, niemals.“

Heute, am 14. Februar, erscheint das Buch von Deniz „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“, mit früheren Artikeln, u.a. mit den ihm zur Last gelegten Artikeln aus der Welt, einigen aus der taz und der Jungle World, sowie zwei neuen Artikeln, die er im Gefängnis geschrieben hat. Nautislus Flugschrift.

Seit fast einem Jahr gibt es auch #FreeDeniz-Korkmännchen, die auf Berliner Straßenschildern ihren Protest gegen die Unterdrückung der Pressefreiheit in der Türkei und für die Freilassung von Deniz ausdrücken. Auch wenn Korkmännchen ihren Bastlern und den Betrachtern Spaß machen, diese Korkmännchen sagen: „Wir sind ja nicht zum Spaß hier!“

Alle #FreeDeniz-Korkmännchen

 

Abenteuer Kambodscha

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Abenteuer Kambodscha

Andrea Künstle und Klaus Breuer haben in Berlin eine Firma, die professionelle Luftaufnamen mit Drohnen macht (Jokeair). Sie haben aber auch sonst viel Spaß im Leben, deshalb haben sie zum Beispiel das 500. Alte Wilde Korkmännchen mit ihrer Drohne in die Luft und zu Rundflügen über Oberschöneweide und das Tempelhofer Feld mitgenommen.
Im Moment sind sie für einige Monate in Kambodscha. Sie sind mit dem Fahrrad unterwegs und haben im Hänger ihre Drohne dabei. Mit dabei ist auch ein Alte Wilde Korkmännchen, das einem Kleinbauern in Kambodscha nachempfunden ist. Mit solchen Gießkannen wird dort mit der knappen Ressource Wasser umgegangen.
Wasser ist das Stichwort. Denn Andrea und Klaus wollen mit ihrer Tour auch ein Wasserprojekt in Kambodscha unterstützen. WASH steht für WAsser, Sanitäre Einrichtungen und Hygieneschulungen für Kambodscha.
Jeder der 5 Euro und mehr spendet, bekommt einen Link zugeschickt, mit dem er sein exklusives Luftbild aus Kambodscha abrufen (Donation Drone).
Und hier auf dieser Seite werden alle Fotos gesammelt, die Andrea und Klaus aus Kambodscha mit dem alte Wilde Korkmännchen gemacht haben.