#FreeDeniz – Korkmännchen pointiert den Einsatz für Pressefreiheit

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Nein, es ist noch nicht vorbei. Weder für Deniz Yücel – sein Prozess ist nicht abgeschlossen. Noch für die anderen inhaftierten und bedrohten Journalisten in der Türkei und anderwo. Reporter ohne Grenzen hat im April einen Bericht zur Rangliste der Pressefreiheit vorgestellt und festgehalten, dass sich die Lage der Journalisten in Europa keineswegs verbessert, sondern verschlechtert hat. Die dpa-Meldung über den Bericht vom 18.4. wurde auf newsroom.de mit einem #FreeDeniz-Korkmännchen pointiert, das seinen Protest gegen die Inhaftname von Deniz Yücel 2018 in der Nähe der Berliner Festspiele zu Beginn der Berlinale ausdrückte.

Alle #FreeDeniz-Korkmännchen

ARD-Buffet: Korkmännchen – So tickt Berlin

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Am 3. April 2019 wurde von ARD Buffet der Beitrag „So tickt Berlin: Korkmännchen“ ausgestrahlt. In der ARD-Mediathek wird der Beitrag ein Jahr lang verfügbar sein, hier der Link zum Beitrag in der Mediathek.

Der Beitrag spielt ein bisschen mit der Realität: Die anderen Korkmännchen-Macher_innen in Berlin und anderswo kommen ein wenig zu kurz. So findet Josef Foos mit seinen Street-Yogis keine Erwähnung und andere, auch aus anderen Städten kommen auch nicht vor. Aber wollen wir mal nicht wirklich mäkeln, der Beitrag ist nett gemacht. Bilder aus Neukölln und vom tausendsten Korkmännchen in Mitte. Noch einmal vielen Dank andas Team Philipp, Frank und Karsten, die den Dreh im Februar gemacht haben. Fotos vom Drehtag sind → hier zu sehen.

Falls der Link zur Mediathek nicht mehrfunktioniert, kann man es → hier versuchen.

… immer mal wieder im Berliner Fenster

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Das Berliner Fenster ist ein Fahrgastfernsehformat der Berliner U-Bahn. Ab und an oder alle Jahre wieder nimmt sich das Berliner Fenster sich der Street-Yogis oder eines der Korkmännchen an, die für viele Fotograf_innen liebgewordene Motive geworden sind. Am 21.3.2019 hat es diese von Thomas Woischnig fotografierte Figur als „Foto des Tages“ auf den Monitor geschafft. Die von Korkbotschafter alias Gudrun Borsdorff geschaffene Figur – von Thomas Woischnig „Berliner Korke“ benannt – erfreut die Bewohner von Kreuzberg.

Thomas Woischnig – Die Berliner Korke

Zum ersten Mal waren die Street-Yogis eine der unterhaltsamen Tagesnachrichten in der U-Bahn im Frühsommer 2011. Da waren sie noch kaum zwei Jahre alt und für viele Berliner noch eine echte Neuigkeit. Die Figuren waren noch ganz ihrem ersten Auftreten verhaftet. Puristisch ohne Farbe und vor allem zeigten sie alle möglichen Yogastellungen. Deshalb waren esfür die BZ: „Mysteriöse Yoga-Figuren auf den Straßenschildern„. Die behauptete Nähe zu Yoga-Studios … ach das ist eine dieser Märchen, die entstehen, wenn etwas Geheimnisvolles oder scheinbar Mysteriöses unser Leben bereichert.

 

Street-Yogis @ Berliner Fenster

Im Dezember 2014 war ein Street-Yogi schon einmal das Foto des Tages. Pascal Matheja hat die von ihm aufgenommene Inszenierung des Street-Yogi Urban Fishing genannt. Für Josef Foos ist es der „Der Angler“ gewesen. Der urbane Kontext in Mitte ist hier zu sehen.

Pascal Matheja – Urban Fishing

Wikipedia spricht davon, dass das Berliner Fenster 1,5 Millionen Fahrgäste erreichen kann. Das mag sein … und deswegen gibt es doch noch jede Menge Menschen, die draußen auf den Straßen noch nie eins gesehen haben. Es bleibt, was Josef schon zu Beginn der Karriere der Yogis gesagt hat: „Das Besondere an den Street-Yogis ist, daß sie, obwohl im öffentlichen Straßenland stehend, für die meisten Menschen unsichtbar sind. Wenn sich Ihnen ein Street-Yogi zeigt, möchte er Ihnen Freude und Glück bringen.“

Foto-Begegnung – Foto-spotkanie – Elżbieta Kargol und Lupo Finto

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Eine kleine interessante Ausstellung mit Fotografien von Elżbieta Kargol und Lupo Finto ist bis zum 20. März im Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße zu sehen. Beide leben in Berlin. Sie wurden von Dorota Kot, der Ausstellungskuratorin, zusammengebracht.

Daraus ist ein höchst eigenartiger Mix entstanden.

Zum einen ist es eines der eher wenigen deutsch-polnischen Projekte und schon deshalb interessant. Zuerst wurde die Ausstellung übrigens in Szczecin gezeigt. Szczecin ist eine der Partnerstädte von Kreuzberg. Dann ist da die Frau, die im Polen der 80er Jahre selbstentwickelte Schwarz-Weiß-Fotografien von dörflichen Szenen gemacht hat. Auf der anderen Seite steht der Mann, der im Berlin der 10er Jahre bunte Digital-Fotografien von Streetart aufgenommen hat, die Stehtment und Statement zugleich ist. Jedenfalls keine Szenerie.

Und doch glaubte Dorota, da ließe sich Gemeinsames, vielleicht gemeinschaftliche Gegensätze finden. Elżbieta Kargol hat aus ihrem Fotoarchiv einige ihr wichtige Schätze gehoben und sie Lupo Finto gezeigt. Zu einigen der großartigen Landleben-Szenen fiel ihm gleich ein Streetart-Pendent in bunt ein, bei anderen dauerte es länger. Wieder andere finden kein Widerpart, auch in der Ausstellung nicht. Sie sind den beiden aber dennoch wichtig, so dass sie auch den Weg in die Ausstellung gefunden haben.

Unter den Streetart-Fotos von Lupo Finto finden sich seit Jahren immer wieder Street-Yogis und Alte Wilde Korkmännchen, die in der Ausstellung neben anderen zusätzlich dokumentiert werden.

Durch die – wegen der Gegensätze – spannende Ausstellung lässt sich, mit jeweils anders fokussierendem Blick, mehrfach gehen.

Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, 1. Etage 10965 Berlin
Die Ausstellung dauert bis 20.03.2019, ist jeden Tag während der üblichen Öffnungszeiten von 8-18 Uhr im Rathaus zugänglich. 1. Stock.
Dorota Kot hat in kreuzbook einen Text zur Ausstellung eingestellt.

Ganz großes Kino von Jörg in Friedenau

Als Duo Leurop in der Facebook-Gruppe „Friedenau-Online“ dieses Foto gesehen hatte, war der spontane Kommentar: „Ganz großes Kino. Auf dem Weg zur Schule … nichts hören, sehen, sagen .“ Und es stimmt, was Jörg seit ein paar Monaten in Friedenau auf die Straßenschilder bringt, sind ganz tolle Figuren und Figurengruppen. Überwiegend handelt es sich um Handball-spielende Korkfiguren, die von Jörg gesetzt werden. Es geht dabei auch um eine Reminiszenz an die Verbindung zu einem sehr guten Freund, die darin zum Ausdruck kommt. Welcher Hintergrund auch immer da ist: Wie schön für uns Betrachter, die sich an dem puristischen Kork mit seinen Drahtgelenken erfreuen können.

Fundstücke aus 2018 bis Februar 2019

Und wenn es eine „Hall of fame“ von Korkfiguren geben sollte, dann gehört dieser dynamische Kellner ganz bestimmt dazu.

Flanieren in Berlin

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<Flanieren in Berlin> ist eine Webseite, auf der im fast wöchentlichen Rythmus Spaziergänge durch Berlin mit allerlei Wissenswertem – historischem wie auch aktuellem – aufgezeichnet werden. Die Spaziergänge werden von Klaus Gaffron und Peter Neuhold unternommen.

Neben den Texten wird unterwegs auch viel Sehenswertes fotografisch festgehalten. Manchmal, wenn auch beiläufig, wird Streetart aus Berlin dokumentiert und in die Berichte eingefügt.

Das Korkmännchen oben aus der Friedrichstraße gegenüber des neuen TAZ-Gebäudes ist dem Spaziergang Eine Lücke im Stadtgrundriss entnommen worden. Es ist der Bericht 647 vom 18. Februar 2019. In diesem Fall ist es ein Gang durch Kreuzberg, genauer die südliche Friedrichstadt. Die Karte zeigt das Gebiet zwischen Hallischem Tor und der U-Bahnstation Kochstraße. Gestreift werden das alte Zeitungsviertel, die taz, Großmarkt, Internationational Bauausstellung 1984/87, die BDBOS (?) … und anderes

Interessiert? Dann Flanieren in Berlin

Auf der Webseite kann auch ein Newsletter mit den neuesten Spaziergängen bestellt werden.

 

Großer Drehtag für kleine Korkmännchen

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An einem schönen Sonnentag im Februar war großer Drehtag mit dem ARD-Buffet Team und den Alte Wilde Korkmännchen. Das Team mit Philipp (Script), Frank (Kamera) und Karsten (Ton) ist in Neukölln und Mitte ausgezogen und hat einige Alte Wilde Korkmännchen und womöglich auch einige Street-Yogis aufgenommen. Sie haben einige Interviews mit Passanten geführt. Und wieder hat sich herausgestellt, was Josef Foos schon lange auf seiner Homepage geschrieben hat: <Das besondere an den Street-Yogis ist, dass sie, obwohl im öffentlichen Straßenland stehend, für die meisten Menschen unsichtbar sind.>

Das Fernsehteam hat auch die Blumenwerfer in Mitte, die anlässlich des 1000sten Alte Korkmännchen geklebt wurden, aufgesucht und in Szene gesetzt. Schließlich haben sie in Friedenau weitere Aufnahmen vom Basteln der Korkmännchen gemacht. Im Interview wurde nach dem Wie, Woher und Warum gefragt. Und dann war in der Handjerystraße noch Korkmännchensetzen angesagt.

Das alles wird dann für die Sendung auf drei Minuten komprimiert – man darf gespannt sein. Vorerst vielen Dank an das nette Team vom Dreh mit Philipp, Frank und Karsten. [Der Sendetermin wird noch bekannt gegeben]

 

Neue Motive aus Rudkøbing (Langeland/DK)

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Korkmotive indoor in Rudkøbing mit Korkmännchenkalender 2018

Jan Oskar ist vom dänischen Festland von Odense nach Rudkøbing auf Langeland gezogen. Das hat einiges bei der Gestaltung seiner Korkfiguren verändert. Allein schon die Vogelwelt ist um viele wunderbare Motive erweitert worden. Langeland ist ja eine Insel; vielleicht deshalb bereichern nun auch diverse Nixen vorerst die Regalbretter.

Darüber hinaus kommen – typisch Langeland – viele Insektenflieger dazu, typisch nordisch auch eine neue Vielfalt von Rentieren und nicht ganz so typisch dänisch: Jan Oskar greift das alte Motiv der Pinguine in neuen Installationen wieder auf.
Jan Oskar hat im letzten Jahr zu verschiedenen Zeiten eine Reihe von Fotos geschickt, die ich in einer Diashow zusammen vorstellen möchte. Wie immer bei Jan Oskar eine wunderbar farbige Welt des Korks:


1000 Alte Wilde Korkmännchen

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Blumenwerfer à la Banksy
… zur Feier des tausendsten Alte Wilde Korkmännchen

Zum Jahreswechsel 2012/13 wurde das erste Alte Wilde Korkmännchen geklebt. Vor der Tür gleich an der Ecke mit einem Stuhl und verschämt am frühen Morgen, noch halb in der Nacht. Anonym, ohne wirklichen Hinweis auf den Urheber, allein Josef Foos wusste Bescheid, denn er bekam eine Karte zum neuen Jahr und er ermutigte gleich doch mehr und weiter zu machen.

Alte Wilde Korkmännchen 001
Das Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 001 in Berlin-Friedenau

Nach fast sechs Jahren noch vor der Jahreswende 2018/19 gehen die Alte Wilde Korkmännchen nun in das zweite Tausend. Längst wird nicht mehr im geheimen geklebt. Wer will kennt den Urheber; im Rahmen der Südwestpassage Kultour gab es im Oktober 2018 eine Ausstellung. In der Ausstellung war schon einer der Blumenwerfer zu sehen, von denen dann am exponierten Ort in Berlin-Mitte an der Spree im Nikolaiviertel zwei gesetzt wurden.

Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1000
Das Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1000 in Berlin-Mitte
(Foto: Korkbotschafter)
Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1000 am Spreeufer
Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1000 am Spreeufer
mit der aus dem Jahr 1979 stammenden Beschriftung Stadt des Friedens
Alte Wilde Korkmännchen Nummer 1001
Alte Wilde Korkmännchen mit der Nummer 1001 (Foto: Korkbotschafter)

Die ersten tausend Alte Wilde Korkmännchen sind in Flickr eingestellt. Dort lassen sich u.a. Straßennamen gezielt suchen. Die Korkmännchen nach dem tausendsten finden sich auf Instagram.

Korkmännchen in Coesfeld

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Artikel in Allgemeine Zeitung aus Coesfeld vom 31.12.2018
"Spaß für Klebenden und Sehenden"
AZ 31.12.18 – Interview mit Alte Wilde Korkmännchen

COESFELD. Die Korkmännchen haben Coesfeld erobert. Immer mehr der kleinen Figuren, ob mit oder ohne Botschaft, erfreuen Einwohner und Besucher, die sich etwas Zeit nehmen, die Stadt genauer zu betrachten. Ob an oder in Kirchen, neben Bäckereien, in der Innenstadt oder in Wohngebieten – es gibt sie überall. Auch wenn die Coesfelder Korkmännchen-Väter und -Mütter weiter im Verborgenen wirken wollen, so hat Redaktionsmitglied Jessica Demmer mit einem der Gründungsväter der Bewegung in Berlin sprechen können.

Wolfgang, wann und warum hast du mit den Korkmännchen angefangen?
Wolfgang: Josef (Anm.d.Red.: Berliner Yoga- Trainer Josef Foos, s. Infokasten) hat 2009 damit angefangen. Ich habe einen seiner ersten „Street-Yogis“ gesehen und war hin und weg, habe aber selber erst 2012/13 angefangen.

Worum geht es bei den Korkmännchen genau?
Wolfgang: Das Besondere ist, dass obwohl sie im öffentlichen Raum stehen, sie für die meisten Menschen unsichtbar sind. Wenn sich dem Betrachter ein Korkmännchen zeigt, möchte er Freude und Glück bringen. Spaß für den Klebenden und den Sehenden ist das eine, das andere sind zu bestimmten Zeiten und zu bestimmten Themen auch Botschaften, bei mir zum Beispiel „#FreeDeniz“. Und dann – nicht zu unterschätzen – gibt es dieses „niedrigschwellige Widerständige“, das sich in der Rückeroberung des öffentlichen Raums zeigt.

Wie entstehen die Ideen zu den einzelnen Korkmännchen?
Wolfgang: Ich bin eigentlich der „Purist“ unter den Korkmännchen-Machern. Keine Farbe, wenig Accessoires. Andere sind da viel innovativer, Josef erfindet sich alle paar Monate neu.

Wie entscheidest du über die Orte, an denen du sie platzierst?
Wolfgang: Hoch genug, aber erreichbar, manchmal entscheide ich nach ‘schönen’ Straßennamen, manchmal an exponierter Stellung, manchmal in Stadtteilen.

Platzierst du sie bewusst, wenn dich niemand sieht, oder kommst du auch mal mit den Menschen ins Gespräch?
Wolfgang: In Berlin macht man das tagsüber, und es bemerkt kaum jemand, dass man da gerade etwas setzt.

Korkmännchensetzer in der Sonnenallee (Foto: Gudrun Borsdorff)
Korkmännchensetzer in der Sonnenallee (Foto: Gudrun Borsdorff)

Du stehst jetzt kurz vor dem 1000. Männchen. Wie viel Zeit investierst du dafür?
Wolfgang: Es „kostet Zeit“, aber das ist nicht wichtig. Im Winter anders als im Sommer. Während eines Fußballspiels im Fernsehen lässt sich schon etwas basteln oder beim Musik- oder Radiohören.

Woher kommen die ganzen Korken?
Wolfgang: Wenn Freunde wissen, dass man das macht, wird man überhäuft. Die Weinhändler liefern liebend gern. Es ist keine Not.

Stehst du in Kontakt mit anderen Korkmännchen-Bastlern? Gibt es da eine verschworene Gemeinschaft?
Wolfgang: Ich habe im Herbst eine Ausstellung hier in Berlin-Friedenau gemacht, im Rahmen der ‘Südwestpassage Kultour’ und dazu alle mir bekannten Streetartisten eingeladen, mir Figuren bereitzustellen. Wir waren fünf Berliner und vier Nicht-Berliner (aus Deutschland und Dänemark).

Was sagst du dazu, dass der Trend nun auch nach Coesfeld gekommen ist? Verfolgst du den Trend in anderen Städten?
Wolfgang: Ich bzw. wir finden das großartig, denn Korkmännchen sind ein offenes Projekt. Ich versuche, mich im Netz kundig zu machen.

Hast du schon über ein Ende deines Wirkens nachgedacht, oder wirst du weitermachen?
Wolfgang: Es gibt noch viel zu tun.

Nachtrag im Januar:
Coesfeld ist offenbar ein außerordentlich kreatives Pflaster. Auf der Straße sind schon Dutzende Figuren aufgetaucht und das Indoorpotenzial lässt noch einiges für die Straße erwarten – Korkfiguren, die von „Josef “ gemailt wurden.