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Es gibt viele Arten, wie Korkmännchen gestaltet werden können. Wichtige Merkmale sind das Material der Körper und Extremitäten (Natur– und Plastikkorken), das Material der Arme, Beine und Gelenke (Bambus, Holz, Draht) und ob sie mit Farbe gestaltet werden. Daneben spielt eine Rolle, ob es wiederkehrende Elemente gibt (wie das Fähnchen bei Alte Wilde Korkmännchen oder das JOY bei einigen Street-Yogis) und ob es – womöglich wiederkehrende – Accessoires gibt (Kochhüte, Fussbälle, Glitzer u.ä.).

Oft wird das Korkfiguren-Inventar mit Neuem bereichert. Joy Fox ist bezüglich innovativer Veränderungen bis heute unermüdlich: Nach dem Naturkork kam die Farbe (zunächst als Zweifarbigkeit bis zur freien mehrfarbigen Gestaltung nicht nur beim Osterhasen-Yogi). Formänderung brachte die JOY-Blume, das Selbstporträt, die drehbare Fahne und der Fahnenträger sowie die JOY-Kappe und der Stonie. Nun kommt Pappmaché ergänzend zum Einsatz. Die Welt kennt auch schon den Irokesen-Yogi, Monster-Yogis und unterschiedlichste Streetartisten in freier Form als Hommage an andere Streetartisten.

Yogastellungen waren für die ersten Street-Yogis Pflicht, ja sie waren ein Geburtsmerkmal und eigentlich war sogar die Absicht, dass kein Yogi dem anderen gleichen sollte. Ein Vorhaben, das mit der Zeit und der Anzahl der Figuren aufgegeben wurde. Andere MacherInnen haben wenig Kenntnis oder auch gar keine Beziehung zu Yoga, deshalb weisen ihre Figurenstellungen seltener auf diese Anfänge hin. Auch wenn die Komplexität der Figuren begrenzt ist, gibt es eine große Vielfalt, in der sich dennoch bei den einzelnen Machern mehr oder weniger deutlich unterscheidbare Stile herausbilden.

Beispielhafte Street-Yogis, mehr Farbe, freiere Stellungen, komplexere Details

Beispielhafte Alte Wilde Korkmännchen, eher puristisch Kork, aber Plastikhände, leben auf großem Fuß und das Fähnchen ist immer dabei

abweichende Stilelemente bei anderen KorkbildnerInnen, Farbe, Draht, Stoff und Seile